By Dozent Dr. med. Armin Lange (auth.)

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1 Das ungestorte Arzt·Patienten·Verhiiitnis Intakte Beziehungen hat man im Normalfall mit Patienten, die wenig zum Arzt kommen; man sieht sie nur bei einem akuten Ereignis. Sie sind fahig, weitgehend ohne Arzt zu leben, sie brauchen ihn nur selten und schon gar nicht fUr emotionale, mitmenschliche oder psychosomatische Belange. Diese Menschen losen ihre Probleme selbst oder sind stark genug, sie zu tragen. Sie sind dankbar fUr die menschliche Zuwendung des Arztes, brauchen aber nur seine fachliche Rilfe.

Er spricht von "seiner Galle". Die Aufgabe des Arztes ist es, das Gesagte zum urspriinglichen Phanomen, zum spontan Erlebten zuriickzufUhren und von der Refiexion durch den Patienten zu befreien. Nur selten ist daher bei einem Spontanbericht allein ein verwertbares Ergebnis zu erwarten. Moglicherweise kommt eine umfangreiche Geschichte ohne wesentliche Aussage zustande. Oder der Kranke berichtet ausfUhrlich etwas ganz Nebensachliches, wah rend er bedenk- 20 Erhebung der Anamnese liche Erscheinungen unerwahnt laBt.

Auch bei der Entstehung und Auslosung organischer Krankheiten konnen Umweltschwierigkeiten oder eine Lebenskrise Bedeutung haben. Man kann sagen, daB psychosoziale Faktoren bei allen Patienten und allen Krankheiten eine Rolle spielen, auch dort, wo sie zunachst nicht besonders eindrucksvoll zutage treten, selbstverstandlieh auch unterschiedlich stark ausgepragt bei dem einen Patienten mehr, bei dem anderen weniger - und wenn nicht bei der Krankheitsentstehung, so doch im weiteren Verlauf bei Exazerbationen oder als krankheitsunterhaltender Faktor.

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